KATASTROPHENHILFE AM OBERRHEIN

Das Oberrheingebiet ist dicht bevölkert: Im Durchschnitt wohnen hier 272 auf einem km² - und dies trotz eines hohen Anteils von Gebirgsflächen. Allerdings bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Teilregionen wie etwa der Südpfalz (201 Einwohner je km²) und dem Raum Basel (375 Einwohner je km²). Der Oberrhein ist zugleich ein Verkehrskorridor von europäischer Bedeutung für sämtliche Transportmittel, vom Schiff über den LKW bis hin zu PKW und Eisenbahn. Das industrielle Netz ist weit entwickelt, insbesondere im Gebiet der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern wie Basel, Mulhouse, Freiburg i. Br., Strassburg und Karlsruhe. Mit diesen Grundbedingungen verbinden sich bedeutende Risiken für die Bevölkerung im Hinblick auf Großschadensunfälle (Brände, Verschmutzung etc.). Die Organisation der gegenseitigen Hilfe bildet die Hauptzielsetzung der AG Katastrophenhilfe. Um sich auf Katastrophenfälle ausreichend vorzubereiten, müssen die Mitglieder der Arbeitsgruppe drei unterschiedliche Zivilschutzsysteme berücksichtigen - und zugleich auch die deutsch-französischen Sprachbarrieren überwinden.
KATASTROPHENHILFE AKTUELL
Ø
Nach Durchführung der Katastrophenschutzübung
"REGIO CAT 2006" steht die Umsetzung der umfangreichen Anregungen für die weitere
Verbesserung der Zusammenarbeit im Mittelpunkt der Anstrengungen der
Arbeitsgruppe Katastrophenhilfe. So wurden die Arbeitsgruppe und ihre
Projektgruppen für die Jahre 2007-2009 mit neuen Mandaten versehen. Dies hatte
eine umfassende Neustrukturierung zur Folge, die bis Ende des Jahres 2007
andauern und im Laufe des Jahres 2008 zu ersten konkreten Ergebnissen führen
wird.
Ø Am 29. Juni 2007 wurde
das deutsch-französische Feuerlöschboot „Europa 1“ feierlich
übergeben. Es hat seinen Standort in Strasbourg / Kehl und wird einen wichtigen
Beitrag zur Gefahrenabwehr auf dem Rhein leisten.
