VERKEHR AM OBERRHEIN

Der Rheingraben ist ein Transitkorridor von europäischer Bedeutung. Es liegt bei den drei Anrainerstaaten, hier Lösungen von relevanten Problemen in der Verkehrsabwicklung unter gleichzeitiger Wahrung der hohen Lebensqualität der annähernd 6 Millionen Einwohner zu erarbeiten.
Zum Transitaufkommen kommt zusätzlich noch der Nahverkehr hinzu. Denn zum Güter- und Tourismusverkehr addieren sich mehr als 63.000 französische Grenzgänger hinzu, die aus beruflichen Gründen täglich nach Deutschland und der Schweiz pendeln. Darüber hinaus gehen über 25.000 deutsche Grenzgänger jeden Tag in die Schweiz arbeiten.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Verkehrsbereich nimmt also eine ganz herausragende Stellung ein. Sie muss auf lokaler Ebene und unter Berücksichtigung der Erfordernisse grenzüberschreitender Verbindungen die staatlichen Verkehrspolitiken zusammenführen.
Die AG Regionale Verkehrspolitik bemüht sich in erster Linie darum, die Fortentwicklungen in der Planung sämtlicher Transportmittel zu verfolgen: Straße, Eisenbahn, Schifffahrt und Flugverkehr.
VERKEHR AKTUELL
Hafenstudie Oberrhein
Die Studie "Bestandsaufnahme der Rheinhäfen im
Oberrheinraum" wurde von der Direction Régionale de l’Equipement Alsace im
Rahmen der Arbeitsgruppe « Regionale Verkehrspolitik » der Oberrheinkonferenz
in Auftrag gegeben. Der technische Ausschuss dieser Studie setzt sich aus dem
Expertenausschuss « Güterverkehr » der ORK sowie den Leitern der
untersuchten Häfen zusammen. Die Studie wurde
vom Centre d’Etudes Techniques de l’Equipement de l’Est durchgeführt.
Diese Studie soll einen Gesamtüberblick über das
bestehende Hafensystem auf der Ebene des Oberrheins vermitteln. Sie soll die
lokalen Volksvertreter und Entscheidungsträger im Hinblick auf die Bedeutung
des Wasserweges als Alternativlösung zum Verkehrsträger Straße und als Mittel
zur Entwicklung des Gebiets ebenfalls in umfangreicherem Maße sensibilisieren.
Die Studie gliedert
sich in 3 Teile auf:
·
der erste
Teil geht auf die Stellung der Binnenhäfen des Oberrheins im Rheinraum ein;
·
der zweite Teil widmet sich insbesondere der
Anziehungskraft des Flussfrachtverkehrs aus dem Blickwinkel der Wirtschaft und
des Umweltschutzes;
·
der
dritte Teil stellt die wichtigsten Rheinhäfen des Oberrheinraums in Form von
Nahaufnahmen vor. In Talrichtung wurden die Häfen Basel, Weil am Rhein,
Mulhouse-Rhin, Colmar-Neuf-Brisach, Strasbourg, Kehl, Wörth, Karlsruhe und
Germersheim untersucht. Die verschiedenen Informationen stammen hauptsächlich
aus den statistischen Daten der einzelnen Häfen sowie den Gesprächen, welche
mit den Hafenverantwortlichen geführt wurden.