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PRESSECOMMUNIQUÉ
21. Plenum der D-F-CH Oberrheinkonferenz
am 4. Dezember 2000 in Jockgrim
(Rheinland-Pfalz)
• Fachplenum
In
Jockgrim trat die Oberrheinkonferenz unter Leitung von Frau
Regierungs-präsidentin Gerlinde Hämmerle zu einem Fachplenum
zusammen. Im Vordergrund standen die Themen Umwelt, Gesundheit
und Raumordnung. Der Innen-minister des Landes
Rheinland-Pfalz und der Préfet du Bas-Rhin
unterzeichneten ein Abkommen über die gegenseitige
Information und Katastrophenhilfe.
• Bestandsaufnahme der Grundwasserqualität im
Oberrheingraben
Die im Rahmen des INTERREG II-Projekts
"Grundwasserqualität im Oberrhein-graben" laufenden
Untersuchungen stehen vor dem Abschluss. Sie sind Voraussetz-ung für
die zuverlässige Beurteilung des Grundwassers im Hinblick auf
Belastungen durch Chloride, Nitrate, Pflanzenschutzmittel und
chlorhaltige Lösemittel. Es wurde beschlossen, die qualitative und
quantitative Überwachung der Wasserressourcen am Oberrhein weiter zu
optimieren und daraus Prognosemöglichkeiten und grenzüberschreitende
Maßnahmen zur Bekämpfung von Belastungen abzuleiten. •
Grenzüberschreitende Luftqualitätsanalyse für den
Oberrhein
Die erarbeitete Studie vergleicht die Luftqualität und die
mögliche Konzentration von Schadstoffen in der Luft in Bezug auf
europäische und nationale Grenz-, Richt- und Zielwerte.
Erfasst und analysiert wurden
·
Emissionen aus Industrie, Gewerbe, Feuerungsanlagen,
Haushalte, Verkehr, Nutztierhaltung, Landwirtschaft, Vegetation,
Hausmülldeponien, Erdgasvertei-lung und der Freisetzung von
Lösemitteln
·
Immissionen durch Messung von 19 Luftschadstoffen an 71
permanenten und 39 temporären Messpunkten
·
Immissionsschwerpunkte (motorisierter Strassenverkehr,
Industrie/Klein-gewerbe, Haushalte und Kleinverbraucher)
Die Datenbank wird weitergeführt und entwickelt mit dem Ziel
der breiten Öffentlichkeit Informationen zur Verfügung zu stellen
und konkrete abgestimmte Massnahmen zu entwickeln.
• Grenzüberschreitende Information über ansteckende
Krankheiten
Die deutschen, französischen und schweizerischen
Gesundheitsbehörden werden die bereits bestehenden, nationalen
Meldewege (Listeriose, Hirnhautentzündung, Grippewellen) durch
direkte Kontakte vor Ort ergänzen. Unter dem Dach der Arbeitsgruppe
"Gesundheit" wurde ein dezentral organisiertes Informationssystem
("EPI-RHIN") eingerichtet, das die grenzüberschreitende Kenntnis
über anstek-kende Krankheiten sehr rasch und effektiv verbessert.
Die EPI-RHIN-Partner, in der Regel Amtsärzte zu beiden Seiten des
Rheins, nehmen Meldungen aus dem eigenen Land entgegen und leiten
sie an die örtlichen Kollegen im Nachbarland weiter.
• Aufbau einer gemeinsamen Raumbeobachtung am
Oberrhein
Als erste Phase bei der Einrichtung einer gemeinsamen
Raumbeobachtung hat die Oberrheinkonferenz gemeinsame
kartographische Grundlagen auf der Basis von Satellitenbildern
erworben, die allen Trägern und Arbeitsgruppen der
Oberrheinkonferenz zur Verfügung stehen.
• Bau von Rheinbrücken durch lokale
Gebietskörperschaften
-
Brücke Hartheim-Fessenheim
Die deutsche und die französische Seite haben sich am
27. November 2000 in Colmar auf eine Vereinbarung über den Bau
dieser Brücke verständigt. Diese wird noch im Laufe dieses Jahres
den Aussenministern zur Unterzeichnung vorgelegt.
-
Eine Rahmenvereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich wird das
bestehende Rheinbrückenabkommen von 1953 ergänzen. In dieser
Rahmenvereinbarung wird für alle künftigen Brückenvorhaben ein
vereinfachtes Verfahren festgelegt.
• Im
Anschluss an das 21. Plenum erfolgte die Unterzeichnung einer
Vereinbarung und eines Abkommens über die gegenseitige Information
und Katas-trophenhilfe zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der
Préfecture du Bas-Rhin durch Philippe Marland, Préfet du
Bas-Rhin, und Walter Zuber, Minister des Innern und für Sport des
Landes Rheinland-Pfalz.
• Neuer Präsident der Oberrheinkonferenz
Am
1. Januar 2001 tritt Regierungsrat Dr. Hans Martin Tschudi,
Basel-Stadt, das Amt als neuer Präsident der Oberrheinkonferenz für
das Jahr 2001 an. Das 22. Plenum der D-F-CH Oberrheinkonferenz
tritt am 18. Mai 2001 in Riehen (BS/Schweiz) zusammen.
Weitere
Informationen: Gemeinsames Sekretariat der D-F-CH
Oberrheinkonferenz Rehfusplatz 11, D-77694 Kehl, Telefon
++49 (0)7851 93 49 0, Telefax ++49 (0)7851 93 49 50 Internet:
www.oberrheinkonferenz.org E-Mail: info@oberrheinkonferenz.org

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