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Pressecommuniqué
16. Plenum am 5. Juni 1998
in
Strasbourg, Hôtel du Préfet
Auf
Einladung der französischen Delegation fand am 5. Juni 1998 im Hôtel
du Préfet in Strasbourg unter dem Vorsitz von Patrice Magnier,
Präfekt der Region Elsass und des Departements Bas-Rhin, die 16.
Plenarsitzung der Deutsch-französisch-schweizerischen
Oberrheinkonferenz statt. Folgende Themen standen dabei im
Mittelpunkt:
1.
Grenzgängerfragen Die Oberrheinkonferenz hat eine
Bestandsaufnahme der laufenden Aktivitäten auf diesem Gebiet
vorgenommen. Mit ihrem Expertenausschuss "Grenzgänger" ergreift
die Oberrheinkonferenz neue Initiativen zur Lösung von Problemen
im Grenzgängerbereich. Die Oberrheinkonferenz hat vom
Sachstandstandbericht zum Projekt "EURES-T-Netzwerk am Oberrhein",
für welches bis zum Herbst dieses Jahr eine Rahmenvereinbarung
abgeschlossen werden soll, Kenntnis genommen. Das
EURES-T-Netzwerk vereint Arbeitsverwaltungen, Wirtschafts- und
Sozialpartner sowie Gebietskörperschaften unter einem Dach und
deckt vorrangig vier Aufgabenbereiche ab:
2.
Raumordnung am Oberrhein Die Oberrheinkonferenz hat die
Ergebnisse der zweiten Phase des Projekts "Raumordnerischer
Orientierungsrahmen für das Oberrheingebiet" zur Kenntnis
genommen, der acht wichtige Herausforderungen für die Zukunft des
Oberrheins herausarbeitet (vgl. TOP A.4.1: Synthese der Phasen I
und II). Auf dieser Grundlage erstellt die Bürogemeinschaft
derzeit drei themenbezogene Szenarien, zu den Bereichen
Siedlungsgefüge, Verkehr und Umwelt sowie deren Wechselwirkungen,
die in die Definition des Orientierungsrahmens einfliessen werden.
Die ORK beteiligt sich darüberhinaus am breit angelegten
Anhörungs- und Vernehmlassungsverfahren der Europäischen Union zum
Europäischen Raumentwicklungskonzept (EUREK). Die Stellungnahme
der AG "Raumordnung" zum "Ersten Offiziellen Entwurf" des EUREK
wird der EU-Präsidentschaft übermittelt.
3.
Förderung der Zweisprachigkeit am Oberrhein Die
Oberrheinkonferenz verabschiedet eine gemeinsame Plattform zur
Förderung der Zweisprachigkeit mit zwölf Zielen und steckt damit
einen gemeinsamen Rahmen für die Partner in der
Oberrheinkooperation ab.Die Oberrheinkonferenz begrüsst die im
Rahmen ihres Expertenausschusses "Lehrerbildung" erarbeitete
Rahmenvereinbarung für einen "Kooperationsverbund der Instituts
Universitaires de Formation des Maîtres und lehrerbildenden
Einrichtungen am Oberrhein". Mit diesem Projekt wird der
gegenseitige Austausch von Studierenden und angehenden Lehrkräften
in schulischen Einrichtungen im Nachbarland gefördert. Der Erwerb
der spezifischen Qualifikation zur Erteilung von zweisprachigem
Unterricht wird durch ein "EUREGIO-Lehrer"-Zertifikat
attestiert.Die Rahmenvereinbarung wird im Anschluss an die
Pressekonferenz zum 16. Plenum der Oberrheinkonferenz
unterzeichnet.
4. Verkehrsprojekte Die
Oberrheinkonferenz veröffentlicht künftig mit einem zeilichen
Abstand von drei bis fünf Jahren eine "Verkehrsstatistik für den
Oberrhein" , die in Form von 9 Karten und in einer Auflage von
mindestens 1000 Exemplaren an alle mit Verkehrs-, Raumordnungs-
und statistischen Fragen befassten Stellen am Oberrhein verteilt
wird.
Die
Oberrheinkonferenz begrüsst die laufenden Überlegungen über eine
Reaktivierung der Eisenbahnverbindung
Strasbourg-Lauterbourg-Wörth-Ludwigshafen.
5.
Umsetzung der Ergebnisse des 6. Dreiländerkongresses und
Stellungnahme zum Bericht der vierseitigen Arbeitsgruppe
"Beschäftigung und grenzüberschreitende Mobilität" Die
Arbeitsgruppe "Wirtschaftspolitik" präsentiert dem Plenum einen
detaillierten Plan für die Umsetzung der Ergebnisse des 6.
Dreiländerkongresses "Handwerk und Gewerbe am Oberrhein" (Basel
13./14. November 1997) und nimmt Stellung zu den Empfehlungen der
vierseitigen (deutsch-französisch-luxemburgisch-schweizerischen)
ad hoc-Arbeitsgruppe "Beschäftigung und grenzüberschreitende
Mobilität".
Die
Prioritäten der Arbeitsgruppe sind:
- die
Verbesserung der Verbreitung und Zugänglichkeit relevanter
Informationen
- die präzise
Formulierung von Handlungsbedarf auf nationaler oder europäischer
Ebene und
- die Förderung
von konkreten Projekten auf regionaler
Ebene.
6.
Konferenzen für Präventionsfachleute im Bereich der
Suchtmittelprävention In den Jahren 1998/99 werden drei
Konferenzen für Präventionsfachleute am Oberrhein mit dem Ziel
organisiert, den Austausch von Informationen und Erfahrungen unter
Fachleuten zu fördern, die Praxis der Suchtprävention in den drei
Ländern kennen zu lernen, zu vergleichen und innovative Konzepte
zu diskutieren.
Als neuer Präsident der
Oberrheinkonferenz für das kommende Halbjahr hat turnusgemäss
Regierungspräsident Dr. Conrad Schroeder, Freiburg, sein Amt
angetreten. Das 17. Plenum der Oberrheinkonferenz findet am 23.
November 1998 in Freiburg statt.
Kontakt und weitere Informationen:
Gemeinsames Sekretariat der D-F-CH Oberrheinkonferenz, Rehfusplatz
11, D-77694 Kehl, Telefon (+49) 07851 - 9349-0 Telefax (+49) 07851 -
9349-50
Weitere Informationen: Gemeinsames Sekretariat der
D-F-CH Oberrheinkonferenz Rehfusplatz 11, D-77694 Kehl,
Telefon ++49 (0)7851 93 49 0, Telefax ++49 (0)7851 93 49
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