Willkommen bei der
Deutsch-französisch-schweizerischen
Oberrheinkonferenz

Die Oberrheinkonferenz verbindet Regierungs- und Verwaltungsbehörden auf regionaler Ebene. Sie bildet den institutionellen Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Termine und Veranstaltungen

27.09.2024 | Achern 2. ORK Präsidium

Das 2. ORK-Präsidium findet am 27. September 2024 in Achern statt

06.12.2024 | Baden-Baden 50. ORK-Plenum

Das 50. ORK-Plenum findet am 6. Dezember 2024 in Baden-Baden statt

Die Entstehung der Oberrheinkonferenz

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstand am Oberrhein eine informelle und sektorielle grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Erste Etappen waren der Bau des binationalen Flughafens Basel-Mulhouse und die Einsetzung einer gemeinsamen Verwaltung des Kehler Hafens. Zwischen den Gebietskörperschaften entwickelten sich zahlreiche Beziehungen: die 1963 bzw. 1965 gegründeten Vereine Regio Basiliensis und Regio du Haut-Rhin waren erste Resultate dieser entstehenden grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. In den Jahren 1971 bis 1975 trafen sich die Chefs der Verwaltungen am Oberrhein zwei Mal jährlich zur "Conférence Tripartite permanente de coordination régionale", einer Vorstufe der institutionellen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Conférence Tripartite war vor allem ein Ort des Austauschs und der gegenseitigen Information.

Die Unterzeichnung der Regierungsvereinbarung vom 22. Oktober 1975 in Bonn bedeutete einen Meilenstein in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein. Die in dieser Vereinbarung vorgesehene Bildung einer Regierungskommission zur Prüfung und Lösung von nachbarschaftlichen Fragen in der Oberrheingegend gab den vorherigen Abstimmungen einen institutionellen Rahmen. Um die Regierungskommission bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, wurden mit dem Bonner Abkommen gleichzeitig zwei Regionalausschüsse für das nördliche und südliche Einzugsgebiet eingesetzt. Zum ersten Mal gaben die deutsche, französische und schweizerische Regierungen ihrem gemeinsamen Wunsch Ausdruck, die grenzüberschreitende regionale Zusammenarbeit zu organisieren, regelmäßige Kontakte zu pflegen und sich gemeinschaftlich mit grenzüberschreitenden Fragen, die alle Partner betreffen, zu beschäftigen.

Das Bonner Abkommen legte die Gebietskulisse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Oberrheingebiet fest:

  • Die Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin für Frankreich;
  • In Deutschland für das Land Baden-Württemberg das Gebiet der Regionen Mittlerer Oberrhein und Südlicher Oberrhein und des Landkreises Lörrach; für Rheinland-Pfalz das Gebiet der Region der damaligen Südpfalz;
  • Und für die Schweiz die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft.

Am 3. November 1975 trat die Regierungskommission zu ihrer ersten Sitzung zusammen, der trinationale (deutsch-französisch-schweizerische) Regionalausschuss für das südliche Einzugsgebiet und der binationale Regionalausschuss für das nördliche Einzugsgebiet wurden gebildet. Zur Behandlung von Fragen aus dem Umweltbereich wurde eine erste Arbeitsgruppe eingesetzt.

Das Oberrheingebiet kann als Modell für eine Metropolregion Europas angesehen werden.

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